FTTS / FTTB

FTTH, Fiber, Glasfaser, DSL und andere Breitband Anschlüsse als Alternative zum Kabelanschluss
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dannyyy
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FTTS / FTTB

Beitrag von dannyyy » 15.07.2018, 16:27

Hallo zusammen,

Leider wird es die Swisscom diesen Herbst nur bis zu FTTS oder FTTB bringen in meiner Gemeinde ohne Pläne dies jemals erweitern zu wollen. Dies heisst, es sind maximal 500MBit/s möglich und die letzt Meile ist nach wie vor auf Kupfer.

Habt ihr Erfahrung wieso eine solche Lösung gewählt wird? Natürlich ist es günstiger, aber nicht gerade Zukunftsweisend. Spielt da die Gemeine mit?
Mit diesem Angebot wird es zwar eine Alternative zu UPC geben (habe dort das 500er), aber Preis/Leistung wird wohl eher gleich oder schlechter sein. Wenn da die Qualität so wie bei DSL ist, dann gute Nacht. Hatte in den letzten 10 Jahren mit UPC, einen Ausfall wegen eines defekten Modems. Sonst zu jeder Zeit die maximale Bandbreite... dass muss Swisscom erstmals nachmachen.

Wäre allenfalls der Ausbau zu FTTH möglich als Mieter? Evtl. zusammen mit dem Eigentümer?

Überigens, es geht um die Gemeine Opfikon / Glattbrugg / Glattpark.

Vielen Dank und Gruss
Danny

PatPowerMan
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von PatPowerMan » 15.07.2018, 19:38

dannyyy hat geschrieben:
15.07.2018, 16:27
Habt ihr Erfahrung wieso eine solche Lösung gewählt wird? Natürlich ist es günstiger, aber nicht gerade Zukunftsweisend. Spielt da die Gemeine mit?
"Erfahrung" nicht, nur eine Vermutung. Swisscom wird - wie jeder Provider - eine Hochrechnung machen, wie viel der Ausbau mit FTTH kosten würde und wie viele Haushalte im entsprechenden Gebiet schon Kunden sind. Rechnet man eine Pi x Handgelenk-Menge an potentiellen Neukunden dazu, steht da ziemlich klar, ob sich ein Glasfaser-Ausbau lohnt oder nicht. Es geht also mit hoher Wahrscheinlichkeit rein um die Kohle.

Wie ich hier beschrieben habe, kann das Dilemma meiner Meinung nach nur aufgelöst werden, wenn die Infrastruktur NICHT einem Provider gehört. Wenn also z.B. das örtliche EW oder eine regionale Organisation wie SAK die Glasfasern verbuddelt und diese an jeden interessierten Provider untervermietet, profitieren am Schluss alle. Ob die Gemeinde mitspielt fragst Du noch: Das habe ich im Beispiel ebenfalls erwähnt. Bei uns spielt sie mit, sie sieht ein Glasfaser-Netz neben Internet & Telefonie & TV auch als Transportträger für Strom-Smart-Metering. Die Nachbarsgemeinde sieht das total anders...

pato
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von pato » 16.07.2018, 10:09

Ganz einfach:
1. billiger
2. du blockierst eventuelle Konkurrenz die den Kunden alternative Angebote bei FTTH anbieten könnten (Salt 10Gbps für 49 Fr., Init7 1 Gbps 65 Fr.)

sichler
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von sichler » 17.07.2018, 11:10

Du kannst selber als Mieter/Hausbesitzer absolut nichts machen. Ich hab es gerade gestern wieder versucht weil bei mir das Trottoir aufgerissen wird und Leer rohre verlegt werden. absolut keine Chance falls ich nicht eine Überbauung mit 120 Wohnungen habe. Swisscom will FTTS machen weil dann die Konkurrenz nicht mehr drauf kann. Die Boxen in der Strasse gehören der Swisscom und dort kommt kein Mitbewerber drauf. Das heisst Mitbewerber müssen überteuert in das Swisscom Netz buchen.

Salt hat immerhin etwas Bewegung in den Markt gebracht als das Swisscom technologisch ins Hintertreffen gerät und das gefällt der Chefetage wohl nicht. Für mich gäbs nur eine Politische Lösung. Swisscom aufspalten und das Netz in eine staatliche Firma bringen. Dort wird dann der Netzaufbau gemacht. Es sieht so aus als wären auch die Tage des Coax Netzes gezählt. Docsis 3.1 mit höheren Frequenzen geht nicht ohne Ersatz von sämtlichen Verzweigungen. In Deutschland haben die ersten Kabelunternehmen gesagt es lohne sich nicht auf DOCSIS 3.1 umzustellen die ziehen lieber gleich glas ein. UPC weigert sich jedoch andere in Ihr Netz zu lassen. Es kann nicht kosten optimiert sein wenn mann mehrere Firmen hat Kabel parallel zu unterschiedlichen Zeiten zu verlegen. Deshalb kann die Lösung nur sein das Kommunikationsnetz zu den Häusern zu verstaatlichen und dann den Ausbau auf FTTH zu machen dann hat man wieder 50 Jahre ruhe. Der Betrieb darf durchaus eine private Firma machen.

PatPowerMan
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von PatPowerMan » 17.07.2018, 12:40

sichler hat geschrieben:
17.07.2018, 11:10
Deshalb kann die Lösung nur sein das Kommunikationsnetz zu den Häusern zu verstaatlichen und dann den Ausbau auf FTTH zu machen
Diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Warum muss das Verlegen von Glasfasern eine Staatsaufgabe sein?
Worin siehst Du den Vorteil?

sichler
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von sichler » 17.07.2018, 15:33

Der Vorteil ist das nicht eine Firma wie z.B die Swisscom das verzögert weil sie mit FTTS sich einen Konkurzenvorteil verschafft, oder Cablecom beschliesst das Kabel nicht freizugeben. Schlussendlich werden 2 Kabel gezogen obwohl das nicht nötig wäre. Die Gräben und Kabelziehen macht ja nicht der staat sondern er vergibt die Aufträge. Auch den Betrieb der letzten Meile würde ich wieder den Privaten überlassen. Aber Vorantreiben der FTTH angelegenheit geht wohl besser wenn der staat das in die Hand nimmt. (Bei den Strassen machen wir das ja auch und FTTH ist für mich ein Infrastrukturprojekt)

pato
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von pato » 17.07.2018, 16:51

Naja, da Swisscom ja zu 51% dem Bund gehört, bräuchte es eigentlich nur eine entsprechende Vorschrift, dies so auszubauen. Leider wollen das die Politiker jedoch nicht, da Swisscom besser Lobbying betreibt.

Max Kleiner
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Re: FTTS / FTTB

Beitrag von Max Kleiner » 24.08.2018, 23:52

Wir haben seit 14 Tagen FTTB. Der mCan ist im Keller.
Nutzer die bei Swisscom sind hatten nur die ersten 2 Tage Probleme (Totalausfall). Die Router wurden dieses Jahr durch neue ausgetauscht.
Bei Sunrise hiess es ihre Fritzboxen Modell 7390 sollten funktionieren. Ständige Verbindungsabbrüche, danach 1-2 Stunden keine IP.
Nach über einer Woche und Kündigungsandrohung bekam ich die Sunrise Internet Box. Mit der läuft es wieder stabil.
In der Schweiz gibt es nur Swisscom und Sunrise die g.fast taugliche Boxen anbieten.

Es ist schon so das Swisscom die Konkurrenz ausschaltet.
Jemand der mit 40 Mbit zufrieden war wird ein Wechsel aufgezwungen.
Ist der Router selber gekauft, kann man das Gerät verschrotten.
Auch unser Verwalter wurde von Swisscom angelogen. So sagte man es fallen nur die Stromkosten von Fr. 100.-- an.
Es sind aber Fr. 250.--!

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